Lesen Sie auch: Kommt die Spezial-Steuer für unbebaute Grundstücke? Architekten unzufrieden: Mit Einheitsplänen verlieren unsere Städte ihr typisches Gesicht
Lies erklärte allerdings, dass in den gegenwärtigen Zeiten des Baubooms immer beachtet werden müsse, in einzelnen Regionen kein Überangebot entstehen zu lassen. Die Gefahr sei vorhanden, dass in Gegenden neue Gebiete ausgewiesen werden, in denen mittelfristig die Einwohnerzahl abnimmt und Leerstände zu befürchten sind. Die Zersiedelung der Landschaft dürfe nicht riskiert werden, auch eine verschärfte Konkurrenz zwischen einzelnen Kommunen dürfe nicht entstehen.
Ein anderes Ergebnis der jüngsten Wohnbaulandumfrage zeigt, dass immer mehr Kommunen auch moderne Instrumente zum Flächenmanagement und zur Innenstadtentwicklung nutzen. 30 Prozent der Städte und Gemeinden in Niedersachsen würden ihre Baulücken systematisch erfassen. 85 Kommunen hätten bereits ein Leerstandskataster entwickelt, 78 würden an einem Brachflächenkataster arbeiten. Wenn man derartiges habe, falle es leicht, bei entsprechenden Anfragen von Bauwilligen auf vorhandene Flächen zu verweisen – oder diese gezielt anzubieten.
Die Wohnbaulandumfrage wird alle zwei Jahre von der N-Bank und dem Umweltministerium vorgelegt. Die aktuellen Erhebungen stützen sich auf die Jahre 2016 und 2017 – 96 Prozent der niedersächsischen Städte und Gemeinden hatten sich an der Umfrage beteiligt.


