10. März 2026 · 
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VW-Gewinn bricht ein: Aktionär Niedersachsen erhält 70 Millionen Euro weniger Dividende

Olaf Lies, Ministerpräsident und Aufsichtsratsmitglied bei Volkswagen, bemüht sich nach dem deutlichen Gewinneinbruch beim Wolfsburger Autokonzern um Schadensbegrenzung. „Volkswagen steht finanziell solide da, verfügt über starke Marken und attraktive Modelle – sowohl bei modernen Verbrennern als auch bei Elektrofahrzeugen. Gerade bei der Elektromobilität hat der Konzern in Europa eine starke Position mit hohen Marktanteilen, das ist ein wichtiges Pfund“, betonte Lies. Zuvor hatte Konzernchef Oliver Blume eine düstere Bilanz für 2025 gezogen: Demnach blieb der Umsatz des Konzerns mit rund 322 Milliarden Euro zwar weitgehend stabil, auch der weltweite Absatz lag mit etwa neun Millionen Fahrzeugen auf Vorjahresniveau. Doch unterm Strich blieb deutlich weniger hängen: Der Gewinn nach Steuern halbierte sich beinahe von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro (minus 44,3 Prozent). Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt die VW-Spitze deswegen eine Dividende von nur 5,20 Euro je Stammaktie vor (2024: 6,30 Euro). Niedersachsen als zweitgrößter Aktionär kann mit Einnahmen von rund 300 Millionen Euro rechnen, also mit etwa 70 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Für 2026 will Volkswagen günstigere Elektroautos auf den Markt bringen, seine Modellpalette in China massiv ausweiten und bei Batterien, Software sowie autonomem Fahren Fortschritte erzielen. „Auf dem chinesischen Markt starten wir die größte Produktoffensive unserer Geschichte“, kündigte Konzernchef Oliver Blume an. Lies will dem VW-Boss dabei politische Rückendeckung geben. Er forderte bessere Rahmenbedingungen für die Elektromobilität „mit gezielten Absatzimpulsen, einem schnelleren Ausbau des Ladenetzes, wettbewerbsfähigen Energiepreisen und verlässlichen Investitionsbedingungen“.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #047.
Christian Wilhelm Link
AutorChristian Wilhelm Link

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