
Greta Garlichs und Maximilian Strautmann, Co-Vorsitzende der Grünen Niedersachsen, tragen derzeit die ersten Ergebnisse ihrer Zuhör-Tour zusammen. Unter dem Titel „Über Morgen reden“ haben die Grünen in den zurückliegenden Wochen digital und über eine Postkartenaktion Ideen in der Bevölkerung eingesammelt. Auf ihrem Landesparteitag am kommenden Wochenende in Emden sollen die Vorschläge für mehr Beteiligung auf großer Bühne vorgestellt werden. Die Grünen setzen sich für kommunale Bürgerräte ein und bezeichnen ihren Ansatz als „Politik des Gehörtwerdens“. Wie Garlichs und Strautmann erklärten, werden die beiden Regierungsmitglieder Julia Hamburg und Christian Meyer diesen Part übernehmen. Im Mittelpunkt des Landesparteitags steht ein Leitantrag zur Kommunalpolitik. Die beiden Landesvorsitzenden arbeiteten sich am Dienstag während einer Pressekonferenz der Grünen in Hannover insbesondere an der schwarz-roten Bundesregierung ab, während sie die rot-grüne Landesregierung für ihre Arbeit lobten. „Die Bundesregierung bestellt am laufenden Band, was gut und teuer ist – vom Ganztag bis zur Wärmewende. Aber wenn die Rechnung dann kommt, tun SPD und Union so, als hätten sie kein Geld“, sagte Strautmann und verglich dabei die Bundesregierung mit einem Zechpreller. Zugunsten der Kommunen wollen die Grünen Vermögen „gerechter besteuern“. Weitere Anträge auf dem Grünen-Landesparteitag befassen sich mit dem Wasser (von der Wasserversorgung bis zur Bodenentsiegelung) sowie mit Rassismus in Institutionen. Am Sonnabend wird der Grünen-Bundesvorsitzende Felix Banaszak in der Nordseehalle eine Rede halten.


