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Was sehr formalistisch klingt, hatte nach Rundblick-Informationen noch Ende vergangener Woche eine höchst dramatische Zuspitzung erfahren. Über die Abläufe gibt es unterschiedliche Darstellungen. So wird berichtet, Vertreter der sechs übrigen AfD-Fraktionsmitglieder hätten bei einem engagierten AfD-Mitglied angerufen und ihn um eine Sondierung für ein mögliches Vermittlungsgespräch gebeten. Das habe zunächst bis Freitag auch noch erfolgversprechend ausgesehen. Ziel sollte offenbar sein, Guth oder Ahrends zu einer Rückkehr in die Fraktion zu bewegen und damit den Bestand der Fraktion doch noch zu sichern – denn mindestens sieben Abgeordnete sind für den Fraktionsstatus nötig. Auch über einen Mediator wurde gesprochen. Einige Stunden lang soll es dann so ausgesehen haben, als ob eine Verständigung noch gelingen könnte. Dabei ist interessant, dass das Lager der sechs Abgeordneten um Guth und Ahrends geworben hat, nicht aber um Wirtz, der beim Bruch der AfD-Fraktion am 22. September sehr energisch reagiert und damit die anderen verschreckt haben soll. Schon am Sonnabend war die Hoffnung auf eine Verständigung dann aber schon wieder verflogen, Ursache soll ein Telefonat zwischen Guth und Wichmann gewesen sein. Es heißt, Guth habe die Rücknahme der Fraktionsaustritte, die Wichmann verlangt habe, abgelehnt. Das komme nur in Betracht, wenn eine Versöhnung gelinge. Das Gespräch muss nicht erbaulich gewesen sein. Dem Vorschlag von Guth, alle bisherigen neun AfD-Abgeordneten mögen am vorgestrigen Montag noch einmal zusammenkommen und eine Verständigung suchen, folgten dann nur Guth, Ahrends und Wirtz. Alle anderen erschienen zu dem Treffen nicht.


