21. Okt. 2026
P und PJustiz

Staatsanwaltschaft reagiert auf Beschwerden von SPD-Politiker Adis Ahmetovic

Foto: SPD

Adis Ahmetovic, SPD-Bundestagsabgeordneter und Chef der SPD in Hannover, hatte nach der Aufhebung der Immunität am 15. Oktober mehrere Durchsuchungen hinzunehmen. Der Anwalt des Politikers erhob daraufhin den Vorwurf, das Vorgehen der Staatsanwaltschaft Hannover sei unverhältnismäßig. Gegen den Durchsuchungsbeschluss legte er Beschwerde ein. Auf Anfragen des Politikjournals Rundblick hat der Sprecher der Staatsanwaltschaft jetzt reagiert. Der Hinweis des Anwalts, man habe der Staatsanwaltschaft Kooperation angeboten, darauf sei diese nicht eingegangen, wird vom Sprecher zurückgewiesen. Vielmehr habe Ahmetovic es abgelehnt, sein Smartphone und andere Endgeräte oder Datenträger freiwillig den Justizbehörden zu übergeben. Die Durchsuchung im Bundestagsbüro des Abgeordneten habe deshalb so lange gedauert - offenbar mehrere Stunden -, weil die technische Datensicherung viel Zeit beansprucht habe. Es war auch die Wohnung einer Person durchsucht worden, die Ahmetovic nahe steht. Dazu erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass sich der SPD-Politiker regelmäßig in dieser Wohnung aufhält und auch sein Name auf dem Klingelschild vermerkt sei. In dieser Wohnung seien auch schriftliche Unterlagen des Politikers sichergestellt worden. Am 15. Oktober waren auch Räume in der SPD-Zentrale in Hannover, Odeonstraße, durchsucht worden. Ausgelassen hatten die Ermittler jedoch das Wahlkreisbüro des Politikers in Hannover-Bothfeld. Die Ermittlungen gegen Ahmetovic stehen im Zusammenhang mit Vorwürfen, er habe mitgewirkt bei einem Versuch, einen bei einer Auftragsvergabe angeblich begünstigten Unternehmer um eine Spende für die SPD zu bitten.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #186.
Klaus Wallbaum
AutorKlaus Wallbaum
Staatsanwaltschaft reagiert auf Beschwerden von SPD-Politiker Adis Ahmetovic | Rundblick Niedersachsen