Pistorius will über die Gefahren von Hackerangriffen auf Behörden informieren
Große Behörden sind gefährdet, Unternehmen und auch private Organisationen. Innenminister Boris Pistorius (SPD) kündigte am Montag eine Reihe von landesweiten Veranstaltungen an, in denen das Innenministerium über die Aktivitäten von Hackern berichtet, über die Gefahren für digitale Daten, Fahrlässigkeiten und Fehler beim Umgang mit Smartphones und über die wachsende Kriminalität im Zusammenhang mit organisiertem Datendiebstahl. Vor wenigen Wochen war die Landesverwaltung von einem Hackerangriff betroffen, über E-Mails hatte sich eine Schad-Software eingenistet, Informationen wurden aus dem System abgesaugt und möglicherweise auf einer Datenbank zum illegalen Weiterverkauf gesammelt.
Pistorius sagte, die Sensibilität aller Datennutzer müsse gesteigert werden, bei der Abwehr eines Angriffs bedürfe es dann einer engen Kooperation unter den Behörden der Bundesländer – und mit den Bundesbehörden, vor allem dem Bundeskriminalamt, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Zug um Zug gelinge es auch, die Zahl der IT-Experten zum Schutz des Landesnetzes zu erhöhen, 150 zusätzliche Stellen seien geschaffen worden. Die Reihe der Informationsveranstaltungen des Innenministeriums beginnt am 12. September in Hannover (19 Uhr, Altes Rathaus), es folgen Göttingen (8. Oktober), Oldenburg (16. Oktober), Lüneburg (17. Oktober), Osnabrück (24. Oktober) und Braunschweig (28. Oktober). Jeweils zeigen Fachleute von Polizei, Verfassungsschutz, Verbraucherschutz und anderen Organisationen, wie Hacker die Schwachstellen ausnutzen und aktiv werden. Ratgeber hält die Polizei unter www.polizei-praevention.de bereit.
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