21. Dez. 2016
Inneres

Niedersachsen rechnet mit 25.000 neuen Flüchtlingen bis Ende 2017

Das Innenministerium hat den Kommunen einen neuen Plan zugesandt: Mit wie vielen neuen Flüchtlingen müssen sie im kommenden Jahr rechnen? Das Land geht, ohne dabei eine eigene Prognose wagen zu wollen, zunächst von 25.000 Neuankömmlingen im Jahr 2017 aus. Dieses Jahr waren es rund 28.000, im Jahr 2015 lag die Zahl bei 100.000. Der Plan zu den „Verteilquoten und Verteilungskontigenten“ legt nun fest, wie viele Flüchtlinge wo angesiedelt werden sollen, sobald sie anerkannt worden sind und die Erstaufnahmelager verlassen haben. In der Region Hannover sind es etwa 2000, in der Landeshauptstadt 1800, in Braunschweig 533 und im Kreis Gifhorn 590, im Kreis Hildesheim 938 und im Kreis Holzminden 243, im Kreis Harburg  840 und im Kreis Emsland 1080. Gegengerechnet wird stets, wenn in einer Kommune eine Erstaufnahmeeinrichtung besteht, so etwa in Braunschweig, Friedland, Bramsche, Osnabrück, Oldenburg oder Fallingbostel. Deshalb muss der Heidekreis wegen des großen Flüchtlingscamps in Oerbke im kommenden Jahr keine neuen Flüchtlinge aufnehmen. Das Innenministerium betont aber, dass es sich hier um reine Schätzungen für eine Berechnungsgröße handelt. Falls mehr Flüchtlinge kommen und die Kontingente schneller erschöpft sein sollten, müssten neue Zahlen vorgegeben werden.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #234.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning