26. Nov. 2025 · 
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Niedersachsen bekommt endlich Azubi-Ticket – nur der Landesschülerrat meldet Kritik an

Grant Hendrik Tonne, Wirtschaftsminister, hat ein landesweites Azubi-Ticket für Niedersachsen auf den Weg gebracht. Der SPD-Politiker unterzeichnete am Mittwoch eine entsprechende Finanzierungsvereinbarung gemeinsam mit Christian Berndt und Oliver Cimander von der Landesnahverkehrsgesellschaft sowie Marcel Puppa von der Niedersachsentarif GmbH. Gewerkschaften, Kammern und Wirtschaftsverbände hatten sich seit 2019 für ein solches Abo-Modell eingesetzt, das von Rot-Grün im Koalitionsvertrag zugesagt wurde. Der DGB betont, dass er der Vorreiter gewesen sei und die anderen gefolgt seien. Zum 1. Januar 2026 soll es nun als vergünstigtes Deutschlandticket starten und gilt damit bundesweit für den ÖPNV. Das Land übernimmt dabei einen Anteil von 20 bis 25 Prozent der Kosten. Ohne Arbeitgeberzuschuss sinkt der Monatspreis von 63 auf 50,40 Euro, trägt der Arbeitgeber ein Viertel der Kosten, liegt der Ticketpreis nur noch bei 31,50 Euro. Das Land rechnet mit etwa einhunderttausend Nutzern und geht von Zuschüssen von rund 14 Millionen Euro jährlich aus. Wirtschafts- und Arbeitnehmervertreter begrüßten die Einführung als wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Stärkung der dualen Ausbildung. Kritik gab es indes vom Landesschülerrat, der eine Ausweitung des vergünstigten D-Tickets auf alle Schüler forderte. „Bildungsgerechtigkeit bedeutet Mobilität für alle jungen Menschen. Gerade für Schüler der Sekundarstufe II gibt es keine Schülerbeförderung, sie müssen die Kosten für Mobilität selbst tragen“, sagte der Landesschülerratsvorsitzende Matteo Feind.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #211.
Christian Wilhelm Link
AutorChristian Wilhelm Link

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