27. Juni 2024 · 
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Miriam Staudtes Weidemilch-Bündnis scheitert an Rewe, Lidl, Aldi und Edeka

Miriam Staudte, Agrarministerin, dringt mit ihrem Weidemilch-Bündnis beim Lebensmittelhandel nicht durch. Rewe, Lidl, Aldi und Edeka halten nach wie vor an ihren Plänen fest, die fünfstufige Haltungsform-Kennzeichnung für Milchprodukte einzuführen – und Weidemilch dabei in die dritte Stufe einzugruppieren.

Miriam Staudte | Foto: Sven Brauers

Staudte hatte vor einigen Wochen gemeinsam mit Agrar- und Tierwohlverbänden gegen diese neue Kennzeichnungs-Systematik protestiert. Ihre Sorge ist, dass durch die Eingruppierung der Weidemilch in die dritte Stufe (Frischluftstall) Anreize genommen werden, die Tiere nach wie vor auf der Weide zu halten. Laut neuer Ordnung müssten zahlreiche Betriebe ihren Kühen einen neuen Lauf-Hof bauen, um auf der höherwertigen Stufe zu landen.

„Die vier Handelsriesen Aldi, Lidl, Rewe und Edeka werden mit ihrer Marktmacht die Weidemilchbetriebe an die Wand drücken. Dies passiert hinter verschlossenen Türen – ohne Dialog mit den Beteiligten“, kritisiert Staudte. „Mit Slogans wie ‚Wir lieben Lebensmittel‘ ist scheinbar nicht die Weidemilch gemeint. Wir wollen, dass mehr Tiere auf der Weide stehen, nicht weniger. Genau das wird aber passieren, wenn der Handel bei seiner Haltung bleibt.“

Dieser Artikel erschien am 28.6.2024 in Ausgabe #119.

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