Hans Martin Wollenberg (links) und Andreas Hammerschmidt- Foto: Marburger Bund[/caption]
Es gebe über Landarztpraxen hinaus einen massiven Personalmangel, der einer Umfrage des Marburger Bundes zufolge zu einer massiven Arbeitsbelastung und dadurch zu großer Unzufriedenheit in der angestellten Ärzteschaft führt. 40 Prozent der Klinikärzte gaben an, zwischen 49 und 59 Stunden pro Woche zu arbeiten.
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Zwei Drittel der Mediziner beurteilten ihre derzeitige Arbeitssituation als mittelmäßig oder schlecht, über die Hälfte fühlt sich häufig und ständig überlastet. Viele flüchteten in die Teilzeit, bemerkten aber, dass die Belastung dadurch nicht als geringer empfunden werde.Die Unzufriedenheit ziehe sich inzwischen auch in die Führungsebene hinein.
Die Situation in den Kliniken gefährde inzwischen die Patientenversorgung, warnt der Marburger Bund. „Sie würden sich vermutlich nicht in einen Bus setzen, dessen Fahrer seit 14 Stunden im Einsatz ist. Warum sollten Sie sich dann von einem Chirurgen operieren lassen, der ohne Pause und mit vielen Überstunden gearbeitet hat?“, fragte der Vize-Vorsitzende Andreas Hammerschmidt.
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Die Ärzte-Vertreter kritisierten, jede dritte Klinik in Niedersachsen erfasse die Überstunden gar nicht und verstoße damit gegen EU-Recht. An der bundesweiten Umfrage hatten sich in Niedersachsen über 1200 Ärzte beteiligt.


