Olaf Lies, Niedersachsens Umweltminister, hat die am Freitag getroffene Entscheidung des Bundesrates zum Wolf begrüßt. Die Neuregelung erlaubt das Abschießen des Wolfes in bestimmten Gebieten künftig generell, sofern es dort zu wiederholten Übergriffen der Tiere auf Schafe kommt. Auf der Grundlage des so veränderten Bundesnaturschutzgesetzes will Lies jetzt eine neue Wolfsverordnung erlassen. Damit sollen die Jäger eine Rechtsgrundlage dafür erhalten, Wölfe aus problematischen Rudeln jagen zu können. Im Bundesrat trug der Umweltminister die Idee vor, man könne auch eine Obergrenze von Wölfen festlegen. Solange diese überschritten ist, könne man das Jagen auf die Tiere erlauben. Frankreich gehe beispielsweise einen solchen Weg. CDU-Landtagsfraktionschef Dirk Toepffer meinte, mit der neuen Bundesratsentscheidung sei es dem Land nun möglich, sich schützend vor Tierhalter zu stellen, die ihre Herden durch Wölfe bedroht sehen. Toepffer richtet an die von Lies zu entwickelnde neue Wolfsverordnung auch die Erwartung, dass es entlang von Deichen „wolfsfreie Zonen“ geben könnte – in denen die Jagd auf die Wölfe dann eher als bisher erlaubt werden kann. Auch Hermann Grupe (FDP) fordert „wolfsfreie Zonen“ an Deichen.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #031.