Otto Ellerbrock, Landesschülersprecher, fordert eine Überarbeitung der Schülerwahlordnung. Anlass ist eine Petition des Göttinger Förderschülers Mattis Noé, die von mehr als 4500 Menschen unterzeichnet worden sei. Ellerbrock moniert, dass die vier Plätze im Landesschülerrat, die für Schülervertreter aus Förderschulen vorgesehen sind, in den zurückliegenden Wahlperioden wiederholt unbesetzt geblieben seien. Im aktuellen Landesschülerrat ist immerhin eine Förderschülerin vertreten. Ellerbrock beklagt ein strukturelles Problem, denn auch andere Schulformen sind unterrepräsentiert. Auch die Plätze der Haupt-, Real- und Oberschulen blieben immer wieder leer. Als Problem beschreibt der Landesschülersprecher die vorgeschriebene Mindestanzahl von vier wahlberechtigten Kreisschülerratsmitgliedern, die es für jede Schulform braucht, damit eine Wahl für den Landesschülerrat durchgeführt werden kann. „Natürlich müssen die Mitglieder des Landesschülerrats demokratisch legitimiert sein. Gleichzeitig müssen wir uns fragen, ob die bestehenden Regelungen unter den tatsächlichen Bedingungen in Niedersachsen für alle Schulformen gleichermaßen praktikabel sind“, erklärt Ellerbrock. Der Landesschülerrat führe bereits Gespräche mit dem Kultusministerium.


