(rb) Hannover. Nach dem Vorbild der Hansestadt Hamburg sollen auch in Niedersachsen sogenannte Jugendberufsagenturen entstehen. Darauf hat sich das Bündnis duale Berufsausbildung als Teil der Fachkräfteinitiative Niedersachsen verständig. In der kommenden Woche eröffnet eine solche Einrichtung in Garbsen (Region Hannover), in Salzgitter wird sie bereits erprobt. Nach Angaben von Klaus Oks, Geschäftsführer bei der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Agentur für Arbeit, handelt es sich dabei nicht um die Schaffung einer neuen Struktur, sondern um die Zusammenführung vor Ort tätiger Ämter und Anbieter , die junge Leute nach dem Schulabschluss unter einem Dach betreuen. Dazu zählt nicht nur die Agentur für Arbeit und deren Berufsberatung, sondern auch die Jobcenter, die Schulbehörde oder die örtliche Jugendhilfe sind mit Boot. Unter der Maßgabe „keiner darf verlorengehen“ sollen vor Ort die Aufgaben gebündelt werden, die das Ziel haben, den Jugendlichen, die noch keine klaren Vorstellungen von ihrem Erwerbsleben haben, eine Berufsorientierung auf den Weg zu geben und für eine Übergangsbegleitung zwischen Schule und Erwerbsleben zu sorgen. In 17 von 46 Kreisen und kreisfreien Städten gebe es bereits Formen der Zusammenarbeit, in weiteren 23 sei die Kooperation im Aufbau, deren Kosten die Partner aus den eigenen Haushaltsmitteln finanzieren, berichtete Oks. Ob dies immer „unter einem Dach“ möglich sei, hänge allerdings von den Gegebenheiten vor Ort ab. Am Ende soll das jeweilige Konstrukt dazu beitragen, dass z.B. die Verweildauer der Jugendlichen in Übergangssystemen verkürzt wird, Förderlücken sowie Mehrfachberatungen in verschiedenen Institutionen oder gar Abbruchquoten in Ausbildung und Schulbildung vermieden werden.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #126.