Isabel Rojas, stellvertretende GEW-Landesvorsitzende, hat die Unterstützung der Lehrergewerkschaft für einen „Frauen-Streiktag“ erklärt. Das sogenannte „Töchter-Kollektiv“ und die Initiative „Enough! Genug!“ rufen zu einer solchen Aktion am 9. März auf, dem Tag nach dem Internationalen Frauentag am kommenden Sonntag. Durch Fernbleiben der Frauen vom Arbeitsplatz soll sichtbar gemacht werden, welche Bedeutung die Frauen für das Funktionieren der Volkswirtschaft haben. Zu einem Streik wie im Zusammenhang mit Tarifverhandlungen könne und werde die GEW zwar nicht aufrufen, erklärte der Verband am Donnerstag. „Allerdings finden landesweit Frauenversammlungen und andere Aktionen statt, um für Gleichstellung und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen einzustehen“, erklärte Rojas. „In einigen Dienststellen, zum Beispiel in Hildesheim, Holzminden und Göttingen, haben Gleichstellungsbeauftragte bereits einen Weg gefunden und zu Frauenvollversammlungen eingeladen. Dort ziehen sich an diesem Tag Frauen für die Versammlung aus der Arbeit und zeigen, dass ohne uns auch im Bildungsbereich nichts geht“, erläuterte sie die Planungen der GEW. Das Recht auf Frauenversammlungen sei im Bundesgleichstellungsgesetz im Paragraphen 25 sowie im Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz in Paragraph 20 geregelt, stellt die Gewerkschaft klar.


