Dirk Gerstle, ehemaliger Staatssekretär des Berliner Sozialsenators (2013 bis 2016), wird nun doch nicht neuer Verbandsdirektor des Verbandes der Wohnungswirtschaft für Niedersachsen und Bremen (vdw). Eigentlich sollte Gerstle, der aus Hildesheim stammt und viele Jahre lang im Sozialministerium in Hannover gearbeitet hat, im März die Position des scheidenden Verbandsdirektors Heiner Pott übernehmen. Allerdings hat sich der Christdemokrat, der heute 58 wird, kurzfristig doch anders entschieden. Seit einigen Monaten arbeitet Gerstle in der Geschäftsführer der Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung (BWB), einer Institution mit 2200 Beschäftigten, die die Wiedereingliederung von Behinderten in den Arbeitsmarkt zum Ziel hat. Da seine Geschäftsführerkollegin dort erkrankt ist, muss sich Gerstle bei den BWB stärker engagieren – und er hat nach eigenen Worten in den vergangenen Wochen gemerkt, wie sehr der Betrieb ihn braucht. Den vdw in Hannover trifft die Absage unvorbereitet, der Verbandsrat unter Leitung des Gifhorners Andreas Otto, Vorstand der Gifhorner Wohnungsbaugenossenschaft, muss sich kurzfristig auf die Suche nach einem neuen Nachfolger für Pott begeben. Pott war Sozial-Staatssekretär, bevor er in den vdw wechselte. Potts Vorgänger war Bernd Meyer (SPD), ehemaliger Bremer Innensenator. In Hannover wird spekuliert, ob Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) für die vdw-Spitze in Betracht kommen könnte, sollte er als OB den Ausgang der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht überstehen.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #007.