
Bernard Krone, Aufsichtsratsvorsitzender der Krone-Gruppe aus Spelle (Landkreis Emsland), muss derzeit miterleben, wie die globale Instabilität sein Auftragsbuch zusammenstreicht. Der Umsatz des Landtechnik- und Nutzfahrzeugherstellers sank im Geschäftsjahr 2024/2025 auf rund 2,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,4 Milliarden Euro). Krone macht dafür „unverändert schwierige politische Rahmenbedingungen“ wie den Ukraine-Krieg und verschiedene Handelshemmnisse verantwortlich, die eine deutliche Investitionszurückhaltung ausgelöst hätten. Vor allem Lohnunternehmer und Landwirte reagierten sensibel auf wirtschaftliche Unsicherheiten und würden Anschaffungen verschieben. Vorstandschef David Frink spricht von neuen Realitäten: „Wir müssen akzeptieren, dass langfristige wirtschaftliche Handelsabkommen nicht mehr die gewohnte Stabilität zeigen.“ Die Krone-Gruppe müsse nun verstärkt improvisieren, um Produktion und Service unter „geopolitisch veränderten Bedingungen“ überhaupt noch planen zu können. Besserung ist vorerst nicht in Sicht: Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, da Kriege und die „internationale Zollpolitik“ die Weltwirtschaft weiter belasten.


