1. Juli 2026 · 
TagesKolumne

Frohes Neues Halbjahr

Silvester im Winter ist so kalt und trostlos, findet der TagesKolumnist – und schlägt vor, gute Vorsätze schon jetzt für die zweite Jahreshälfte zu formulieren.

Immer schon fand ich es ziemlich abwegig, ausgerechnet im tiefsten Winter mitten in der Nacht vor die Haustür zu treten, um nach zu viel Raclette in einer Eiseskälte bei Nieselregen einen Sekt zu trinken und Feuerwerk abzufeuern. Warum feiern wir Silvester nicht einfach im Sommer, habe ich nicht erst einmal vorgeschlagen.

Foto: gregory_lee via Getty Images

Immerhin ein Aspekt des rituellen Jahreswechsels scheint es jetzt zur Halbzeitshow geschafft zu haben. Und ich bin froh, dass es weder Raclette oder Fondue noch Bleigießen geworden ist. Nein, im zeitgeistigen Trend liegen: die guten Vorsätze für das nächste halbe Jahr.

  • Die Klassiker: Gehe mehr vor die Tür, treibe Sport, ernähre dich gesund und rufe häufiger bei deinen Eltern an.


  • Die Selbstoptimierer: Lege Listen an und arbeite sie konsequent ab, setze dir Ziele und verfolge sie auch, lass dich nicht immer ablenken, wähle Vorbilder und orientiere dich an ihnen.


  • Die Selbstoptimierer im Quadrat: Lege Listen an und schreibe auch eine Pause darauf, genieße die Momente zwischen den Aufgaben, gönne dir nach harten Tagen auch mal eine Auszeit, erkenne auch im Vorbild den Menschen.


  • Die Bundespolitiker: Steuerreform, Rentenreform, Pflegereform. Und nicht vergessen: Demokratie retten!

Vielleicht erwischt diese Frage Sie kalt, denn Sie gingen ja bisher davon aus, dass Sie für die guten Vorsätze noch ein halbes Jahr Zeit haben. Aber trotzdem: Was haben Sie sich für die zweite Jahreshälfte vorgenommen?

Ihre Meinung ist gefragt

Was haben Sie sich für die zweite Jahreshälfte vorgenommen?

Hier bleibt alles beim Altbewährten – unsere Themen heute:

  • Kirchenbauten: Die Kirche muss schrumpfen – auch bei ihren Bauten. Das Ziel ist einfach formuliert, die Umsetzung fällt indes schwer.


  • Rösler: Der frühere Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler warnt die Deutschen vor Selbstblockaden, wenn nur noch Risiken und keine Chancen mehr gesehen werden.


  • Volkswagen: Das – offiziell nicht bestätigte – Strategiepapier zur Zukunft von VW rüttelt die Landespolitik auf, denn drohende Werksschließungen in Niedersachsen sind eigentlich ein Tabu.

Happy New Half-Year und einen schönen letzten Schultag!

Ihr Niklas Kleinwächter

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #121.
Niklas Kleinwächter
AutorNiklas Kleinwächter

Artikel teilen

Teilen via Facebook
Teilen via LinkedIn
Teilen via X
Teilen via E-Mail