Oetjen während seiner Rede auf dem Parteitag in osnabrück - Foto: kw[/caption]
Am Wochenende fällt die Entscheidung. Knapp 300 Delegierte und Freunde der FDP haben sich zur Delegiertentagung in Osnabrück getroffen, und zu Beginn des Treffens in der Stadthalle liegt eine merkwürdige Spannung in der Luft. Früher, als die politische Situation in Deutschland längst nicht so aufgewühlt war wie heute, hatte es für solche führenden Positionen immer nur wenige Kandidaten gegeben. Diesmal bewarben sich 26 Niedersachsen dafür, einen Platz auf der Bundesliste (die im Januar aufgestellt wird) zu ergattern. Und für die Spitzenposition, die einzig aussichtsreiche, traten jetzt gleich vier Bewerber an. Früher war es fast die Regel, dass der vom Landesvorstand befürwortete Kandidat auch in der Delegiertenversammlung durchkommt. Aber in heutigen Zeiten, in denen die Parteien – auch die FDP – mit einer wachsend rebellischen Basis zu tun haben, ist das keineswegs mehr sicher. So wirkte Oetjen am Anfang ernst und konzentriert. Man merkte ihm an, dass es schwer werden würde.


