22. März 2019
Soziales

Diskussion um Sonderermittler im Fall Lügde

Braucht es im Fall des Missbrauchsskandals von Lügde einen Sonderermittler? Nordrhein-Westfalen hat einen solchen Sonderermittler eingesetzt. Er soll mit LKA-Unterstützung den Verbleib von über 150 Datenträgern klären, die in der Kreispolizeibehörde Lippe verschwunden sind. In Niedersachsen fordert auch Dirk Toepffer, Fraktionschef der Landtags-CDU, einen solchen Sonderermittler. Er hält eine „unabhängige Instanz wegen des offensichtlichen Behördenversagens“ für  nötig. Eine Entscheidung dazu müsse auf Kreistagsebene getroffen werden.
Der Sonderermittler ist zunächst einmal nur eine Vokabel.
Im Sozialministerium hält man dagegen derzeit einen Sonderermittler nicht für nötig. Dort heißt es, der Fall werde derzeit im Landkreis aufgearbeitet. „Wir begleiten diesen Prozess sehr eng und schauen uns genau an, wie das umgesetzt wird. Der Sonderermittler ist zunächst einmal nur eine Vokabel", sagte Ministeriumssprecher Uwe Hildebrandt am Freitag in Hannover. Wenn man den Eindruck habe, dass es keine ernsthafte Aufarbeitung sowie Optimierung der Strukturen gibt, werde das Ministerium eingreifen.
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In Lügde soll ein 56 Jahre alter Mann mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die Ermittler gehen bisher von mindestens 35 Opfern aus.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning