19. Okt. 2026
P und PGeschichte

Braunschweiger Künstlerin zeigt Porträts von deportierten Kindern aus Bergen-Belsen

Ulrike M. Schröter, Künstlerin, zeigt Porträts von deportierten Kindern aus Bergen-Belsen und Auschwitz in einer Ausstellung, die bald im Oberlandesgericht Celle eröffnet wird. Dazu hat das Gericht mit der "Stiftung niedersächsische Gedenkstätten" zusammengearbeitet. Beginn ist am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, in der 1938 die Nationalsozialisten gezielte Gewaltakte gegen die jüdische Bevölkerung verübt hatten. Die Braunschweiger Künstlerin Schröter zeichnet Bilder von Kindern, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt und in Konzentrationslager deportiert wurden. Viele dieser Kinder wurden dort ermordet. Grundlage der Zeichnungen sind Fotografien aus den Archiven der Gedenkstätten Bergen-Belsen und Auschwitz. Soweit die Informationen verfügbar sind, gibt es zu jeder Zeichnung kurze biographische Angaben. Einen Großteil der Werke mit Bezug zu Bergen-Belsen zeigt die Künstlerin erstmals öffentlich. Seit Sommer 2025 beschäftigt sich Ulrike M. Schröter künstlerisch mit diesen Kindern, zu denen in den vergangenen Jahren in der Gedenkstätte Bergen-Belsen intensiv geforscht wurde. Die dabei entstandene Sammlung mit Biografien und Fotos der Kinder nutzte die Künstlerin in Teilen für ihre Arbeit.

Dieser Artikel erschien in Ausgabe #185.
Braunschweiger Künstlerin zeigt Porträts von deportierten Kindern aus Bergen-Belsen | Rundblick Niedersachsen