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Wenn man nun die einleitende Rede des neuen FDP-Generalsekretärs Volker Wissing zum Maßstab nimmt, dann ist die Ausrichtung eindeutig – die Freien Demokraten setzten auf eine starke Wirtschaft, auf Wirtschaftswachstum und auf mehr Freiheit für unternehmerisches Tun. Wissings Ansprache, schwungvoll und im klaren Ton vorgetragen, unterstrich noch einmal das herkömmliche Profil der Partei. Der Erfolg der deutschen Gesellschaft habe immer eine Grundlage im freien Wettbewerb gehabt, „nicht in der staatlichen Gemütlichkeit, die ein Peter Altmaier vertritt“. Zwar war der förmliche Adressat dieser Aussage der christdemokratische Bundeswirtschaftsminister, aber inhaltlich grenzte sich Wissing hier von einer sozialdemokratischen Haltung ab. Steuererhöhungen, sagte der FDP-Generalsekretär, seien derzeit das völlig falsche Mittel, sie seien „dumm“.
Die CDU renne den Grünen hinterher, das Gerede vom „qualitativen Wachstum“ führe in die Irre, nötig sei weiterhin auch quantitatives Wachstum zur Steigerung des Wohlstandes. Die Begeisterung für staatlichen Interventionismus sei in Krisenzeiten wie derzeit verständlich, bleibe aber der absolut falsche Weg. Zweimal schimpfte Wissing in seiner Ansprache auf den CDU-Mann Altmaier, einmal kurz auf den SPD-Kanzlerkandidaten und Finanzminister Olaf Scholz und dann noch einmal sehr kräftig auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder: „Die ständigen obrigkeitsstaatlichen Parolen aus München, die Zügel müssten jetzt angezogen werden, brauchen wir nicht. Wir müssen auch in der Pandemie den Menschen die Einschränkungen erklären und dürfe doch nicht die Kavallerie losschicken.“


