Aleander Zimbehl (links) und Martin Kalt - Foto: NBB, DPolG[/caption]
Obwohl der Herausforderer Zimbehl intern mehrfach erklärt hat, er trete nicht gegen Kalt an, sondern für eine neue Ausrichtung des Beamtenbundes, prallen nun doch zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander. Martin Kalt, der in der eher kleinen Gewerkschaft der Justizbediensteten aktiv war und früher mit Strafgefangenen in der JVA Hameln gearbeitet hat, sucht engen Kontakt zu den Mitgliedern der verschiedenen Verbände. Er wirkt vor allem nach innen, legt aber kein so großes Gewicht auf die Vertretung der politischen Positionen nach außen.
Zimbehl, derzeit Leiter des Polizeikommissariats in Langenhagen, sieht eine Herausforderung vor allem in der Interessensvertretung, so will er für bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst streiten. Diese hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Die zunehmenden Attacken auf Lehrer, Polizisten und Kommunalbeamte seien ein Beispiel dafür.
Sollte der DPolG-Vorsitzende die Wahl gewinnen, ist wohl mit einer Politisierung des niedersächsischen Beamtenbundes zu rechnen. Die spannende Frage wird sein, ob die Delegierten der Mitgliedsorganisationen des NBB eine solche Veränderung für sinnvoll und angemessen halten. Der NBB ist neben den Gewerkschaften, dort vor allem Verdi, GEW und GdP, der stärkste Interessenverband der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Niedersachsens.


