SPD und Grüne wehren sich gegen Erweiterung von Schacht Konrad
(rb) Hannover/Salzgitter. Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marcus Bosse, hat die Erweiterung des Atommüllendlagers Schacht Konrad in Salzgitter am Mittwoch „für nicht verhandelbar“ erklärt. Mit einem gemeinsamen Entschließungsantrag wollen SPD und Grüne sich dazu im Oktoberplenum des Niedersächsischen Landtags positionieren. Bei der Aufstellung des Nationalen Entsorgungsprogrammes (NAPRO) der Bundesregierung war eine Kapazitätserweiterung des genehmigten Atommüllendlagers Schacht Konrad in Aussicht gestellt worden von bisher 303 000 auf etwa 600 000 Kubikmeter. Das lehnen die Regierungsfraktionen ab. „Wir unterstützen damit nachdrücklich die Position von Umweltminister Stefan Wenzel“, betonte Bosse. Diese Position müsse die Landesregierung weiterhin offensiv gegenüber der Bundesregierung vertreten, um eine Kapazitätserweiterung dauerhaft auszuschließen. Es bestünden zudem erhebliche Zweifel, ob Schacht Konrad dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entspreche. Bosse hält eine Neubewertung der Konzeption und der Einlagerungssituation von Schacht Konrad für zwingend erforderlich.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #184.