8. Aug. 2016 · 
P und P

Schmiechen-Ackermann und die stiefmütterlich behandelte Gedenkstätte

Detlef Schmiechen-Ackermann, Geschichtsprofessor an der Leibniz-Universität Hannover, hat den Umgang mit den Erinnerungsstätten an die deutsche Teilung in Niedersachsen kritisiert. In der Enquetekommission des Landtags zur Rolle der Stasi in Niedersachsen sagte er am Montag, Gedenkstätten wie der frühere Grenzübergang in Helmstedt-Marienborn würden „stiefmütterlich behandelt“. So könnten diese Orte viel häufiger Ziele von Klassenfahrten werden, meinte er. Der frühere Bundestagsabgeordnete Hartmut Büttner (CDU) meinte, Schulausflüge nach Helmstedt-Marienborn sollten zur Regel werden. Dem widersprach die ehemalige Grünen-Politikerin Silke Stokar, die wie Büttner und Schmiechen-Ackermann ebenfalls als Sachverständige in der Enquetekommission sitzt. Sie warnte vor „Zwangsbeglückungen“ bei Schulausflügen und plädierte dafür, den Schulen keine Klassenfahrtenziele vorzuschreiben.
Dieser Artikel erschien in Ausgabe #138.
Martin Brüning
AutorMartin Brüning

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