(rb) Hannover. Die Landesregierung möchte mögliche Hemmnisse für landwirtschaftliche Betriebe abbauen, die ihre Tierhaltung zugunsten einer Verbesserung des Tierwohls umstellen wollen. Das Kabinett hat zu diesem Zwecke am Dienstag die Einrichtung eines weiteren interministeriellen Arbeitskreises zur nachhaltigen Nutztierhaltung beschlossen. Hintergrund sei die von großen Teilen der Gesellschaft gewünschte Weiterentwicklung tierschutzrechtlicher Auflagen wie etwa die Schaffung von Auslaufflächen. Diese Entwicklung könne zu Konflikten mit Vorgaben des Umweltrechts führen. Um mögliche Zielkonflikte bei der Schaffung von mehr Tierwohl zu lösen, sollten verschiedene Regelungen des Bau-, Umwelt- und Düngerechts oder die Ausgestaltung von Förderprogrammen daraufhin überprüft werden, ob sie tiergerechte Haltungssysteme behindern oder unterstützen. Zudem würden Vorschläge für gegebenenfalls erforderliche Änderungen formuliert, die dann unter Berücksichtigung der Ziele des Tierschutzplans Niedersachsen in einen „Rahmenplan für eine nachhaltige Nutztierhaltung in Niedersachsen" einfließen sollen, teilte das federführende Agrarministerium mit. Daneben werden die Staatskanzlei sowie das Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialressort in dem Arbeitskreis vertreten sein. Vertreter/innen der kommunalen Spitzenverbände, des Landvolks, der Landwirtschaftskammer, des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, der Landgesellschaft, des Kompetenzzentrums Ökolandbau und des Tierschutzbundes sollen ständig beteiligt werden. Bei Bedarf würden Vertreter/innen aus Unternehmen, Wissenschaft oder kommunalen Behörden hinzugebeten, hieß es.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #228.