(rb) Die Landwirte im Nachbarland Schleswig-Holstein fühlen sich von „ihrem“ Minister, dem Grünen-Politiker Robert Habeck, offenbar genauso verlassen wie ihre niedersächsischen Schicksalsgenossen von dessen Parteifreund, dem hiesigen Agrarminister Christian Meyer. Der Frust gipfelte in diesen Tagen in einem provokanten Deal, den der schleswigholsteinische Bauernverband Habeck vorgeschlagen hat. Darin garantieren die Landwirte 100 Prozent Biolandwirtschaft, 100 Prozent Tierwohl sowie 100 Prozent Artenvielfalt und erwarten dafür als Gegenleistung ihre Festanstellung durch das Land – gern zum Landesmindestlohn (9,18 Euro pro Stunde) bei einer 38,5 Stunden-Woche, Aufschläge für Wochenendarbeit, das Abfeiern von erntebedingten Überstunden und selbstverständlich 30 Tage Urlaub im Jahr. Fast wie im richtigen Leben, für viele Bauern aber wohl eher eine paradiesische Vorstellung.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #6.