(rb) Hannover. Die Ernennung der Lübecker Amtstierärztin Michaela Dämmrich zur neuen Landesbeauftragten für den Tierschutz in Niedersachsen, die das Kabinett noch vor Weihnachten auf Vorschlag von Landwirtschaftsminister Christian Meyer beschlossen hat (s. rb vom 4. Januar 2016), hat zu kritischen Nachfragen des Haushaltspolitikers der FDP-Landtagsfraktion, Christian Grascha, geführt. Das rotgrüne Beauftragtenwesen ist seiner Meinung nach nur eines: teuer, aber wirkungslos. Es koste den Steuerzahler viel Geld, da jeweils eine ganze Geschäftsstelle miteingerichtet werde, sei aber unter dem Strich reine Symbolpolitik, denn rein praktisch passiere nicht wirklich mehr oder gar Neues durch diese Stellen, findet Grascha. Die Aufgabe der Tierschutzbeauftragten sei bislang zufriedenstellend und kompetent im Fachdezernat Tierschutzdienst des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wahrgenommen worden; es sei rational nicht nachvollziehbar, warum dies plötzlich nicht mehr ausreiche. In einer parlamentarischen Anfrage, die der FDP-Politiker am Montag ankündigte, äußerte er den Verdacht, dass es sich in diesem speziellen Fall um die Versorgung einer schleswigholsteinischen Parteifreundin des grünen Landwirtschaftsministers mit einem lukrativen Posten gehe. Grascha will mit der Anfrage auch in Erfahrung bringen, ob es eine Ausschreibung der Stelle gegeben hat und welche Einstellungskriterien zu erfüllen waren.Dieser Artikel erschien in Ausgabe #2.