(rb) Hannover. Die zunehmende Bedrohung der Bienenvölker in Deutschland durch die unterschiedlichsten Umwelteinflüsse hat eine große Zahl Naturbegeisterter, darunter auch viele junge Leute, dazu gebracht, sich persönlich für den Erhalt der Bienen einzusetzen. Die Imkereiverbände verzeichnen eine wachsende Zahl von Mitgliedern, und auch die Einführungskurse für Jung-Imker seien immer gut ausgebucht, heißt es. Zu den Neu-Imkern zählt auch Landwirtschaftsminister Christian Meyer, der vor einem Jahr im Zuge des Projekts „Hannover summt“ im Garten seines Ministeriums zwei Bienenvölker angesiedelt hat , die ihm einen ersten Ertrag von rund 40 Kilogramm Honig („Meyers Blütenträume“) beschert haben. Neben dem großen Zuspruch, den das EU-Blühstreifenprogramm bereits im vorigen Jahr bei den Landwirten genossen hat – aus 9000 Hektar in der vorigen Förderperiode sind in Niedersachsen bereits mehr als 14 000 Hektar geworden – fördert Meyer die Unterstützung der Bienen ganz direkt mit einer Prämie von bis zu 50 Euro pro Volk aus Landesmitteln. Bis Ende 2014 hätten rund 38 000 neue Imker/innen die Prämie für 17 522 Bienenvölker beantragt, sagte der Minister am Mittwoch. Damit sei die Anschaffung von Bienen mit über 824 000 Euro gefördert worden. Ein ebenso großer Erfolg sei der neu eingerichtete Imkerbonus von 100 Euro, der gewährt werde, wenn Landwirte bei den einjährigen Blühstreifen mit einem örtlichen Imker kooperieren. Für alle Interessierten startete Meyer am Mittwoch den neu eingerichteten „Bienenblog“ (www.bienenblog.niedersachsen.de).Dieser Artikel erschien in Ausgabe #139.