DGB-Landeschef Payandeh besorgt über steigende Arbeitslosigkeit in Niedersachsen
Mehrdad Payandeh, Landesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), blickt mit Sorge auf die steigende Arbeitslosigkeit in Niedersachsen. Nach den von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen sind im Februar 2024 insgesamt 268.550 Niedersachsen ohne Arbeit gewesen – das sind 14.081 (plus 5,5 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,1 Prozent (plus 0,3 Prozent).

Auffällig sind laut Payandeh der Anstieg im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) und der Rückgang bei den offenen Arbeitsstellen (minus 8,8 Prozent). „Die konjunkturelle Abkühlung hinterlässt deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt in Niedersachsen. Bei dieser Entwicklung darf die Politik nicht tatenlos zuschauen“, sagt Payandeh. Von Bund und Land fordert er gerade jetzt im Bereich der öffentlichen Infrastruktur, im Wohnungsbau und bei den Krankenhäusern verstärkte Investitionen. Außerdem bräuchten energieintensive Unternehmen wettbewerbsfähige Strompreise. Payandeh: „Wir müssen in die Zukunft investieren und dürfen uns nicht kaputtsparen.“
Dieser Artikel erschien am 04.03.2024 in der Ausgabe #041.
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